2026
18. April 2026
„Was war deine weiteste Entfernung, die du mit dem Scooter je gefahren bist? Vom Stakeout bis zum Start?“ (Uwe)
Heute fand der 24. SPREEWALD-MARATHON in Burg statt. Anfangs hatte ich (natürlich) nur Uwe gemeldet. Und wurde später schließlich vom Tanja ebenfalls zur Teilnahme mit einem ihrer Roller überredet. Augenscheinlich war ich da nicht Herr meiner Sinne, denn die (rhetorische) Frage von Uwe (Überschrift) hat durchaus ihre Berechtigung. Ich bewege den Scooter ausschließlich für ihn an den Start, damit er und Boom sich vor den Rennen warm machen können. Und da ich zumeist noch weiteres Equipment mit habe, fahre ich oftmals nicht mal selbst.
Uwe selbst liebt diesen Sport und fährt hier einen Rennroller. Der kam nun nach einiger Verzögerung heute erstmals nach einer einzigen Trainingseinheit letztes Wochenende zum Einsatz. Das kleine Gerät kann man nicht mit einem Dogscooter vergleichen. Die leichte Bauweise und die schmalen Räder verhelfen zu höheren Geschwindigkeiten bei viel weniger Kraftaufwand. Er ist quasi der Hound unter den Scootern. 😂
Die Strecke von 24km zog sich in zwei Runden auf asphaltierten Straßen ohne Höhenmeter. Für mich war das trotzdem nix. Echt. Also wer scootern erfunden hat, der saß augenscheinlich noch nie auf einem Fahrrad. Es ist einfach nur anstrengend, jede einzelne Minute. Der erste Kilometer war großartig, die restlichen 23 zogen sich bei mir wie Kaugummi, so dass ich in lahmen 1:20:52 ins Ziel kam. Pfff. Bei mir liegt das Versagen wirklich nicht am Equipment.
Bei Uwe lief es hingegen ganz gut. Sein kleiner Rennroller funktionierte einwandfrei auf diesem ersten Rennen (und seinem zweiten Einsatz überhaupt). In 1:04:23 absolvierte Uwe seinen ersten Halbmarathon und sicherte sich so den dritten Platz. Das vordere Starterfeld lag mit kaum 2 Minuten Unterschied überhaupt sehr eng beieinander.
Morgen werde, zumindest ich, den Muskelkater des Todes haben.
24. März 2026
„Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie.“ (Leonardo da Vinci)
Wir hätten es nicht für möglich gehalten, in diesem starken Feld berufen zu werden. Aber Uwe und Boom haben es geschafft: sie sind im B-Kader des VDSV ihrer Disziplin und Altersklasse. Platz 4.
Geradegezogen hat dies natürlich auch mit etwas Glück zu tun. Beide haben alle nötigen Qualifikationen solide erreicht, während andere einfach Pech hatten.
Unser Team ist sicher nicht das Schnellste. Aber sie haben Biss. Sie haben sich diese Chance so unfassbar hart erarbeitet, waren fleißig, und geben immer alles. Füreinander.
Es wäre ein Traum, dürfte Uwe mit seinem Boom bei der WM in Polen im November starten. 🍀
13.-15. März 2026
BSP CC 2026: Das letzte Rennen der Saison. 2300m Kurzstrecke.
Tag 1 - Freitag
Eine Motorcrossstrecke. Mal wieder. Zumindest teilweise. Der Sand im Startbereich war schon beim Abgehen tief. Steinig. Klebrig. Regen. Auch irgendwie üblich für die BSP.
Uwe wollte mich zwingen, die Strecke abzufahren, nachdem er und Boom das bereits erfolgreich zu Fuss erledigt hatten. Ich hatte keine Lust. Es war nass. Und kalt. Ich fuhr trotzdem los. Und fand die Strecke irgendwie nicht. Wie schade. Eventuell habe ich mir wenig Mühe gegeben. Ich bin umgedreht. Und versprach ihm, das am Samstagmorgen nachzuholen.
Tag 2 - Samstag
Das Womo ist warm. Kuschlig. Trocken. Der Regen prasselte die ganze Nacht aufs Dach. Ich mag das ja. Es sei denn, ich muss raus. Meine Beine waren müde. Ich war diese Woche erkältet, fühlte mich aber seit gestern körperlich wieder annehmbar. Mental… nunja. (Nun könnte man direkt wieder an den Anfang dieses Abschnitts springen und das in Endlosschleife lesen.) Jeder, der mich kennt weiss, dass ich Eines eigentlich nicht bin: faul. Aber diese Zudecke, im Womo, so flauschig… Wir sind dann alle Fünf die Strecke früh gemeinsam abgelaufen. Das erste Stück wurde durch den nächtlichen Dauerregen derart aufgeweicht, dass wir knöcheltief steckenblieben. Die erste Kurve geht, fährt man Ideallinie (und das macht Boom immer), direkt in ein Loch über. Wir werden die Hunde nicht booten. Hier brauchen sie jedweden Grip. Auch der Übergang zum Asphalt der autobahnquerenden Brücke stellt eine Herausforderung dar. Alles danach ist schick. Wir fahren definitiv nicht auf Geschwindigkeit diesmal. Keine Platzierung ist dieses Risiko wert.
Mein Start mit Nell war 12:36Uhr. Uwe und Boom mussten bereits 13:04Uhr los. Da wir relativ nah am Start parkten, konnte mir Uwe meinen schreienden, hüpfenden Flubber im Mali-Kostüm starten. Ich habe mit ihr keine Ambitionen auf dem Trail. Sie ist 8,5 Jahre, hat mit mir in so vielen Sportarten bis in die höchsten Ebenen bestanden. Wir beweisen niemandem mehr irgendetwas. Auch uns selbst nicht. Aber Eines wollte ich: ein vernünftiges Foto von uns. Da ich bei den kleineren Verbandsturnieren oftmals für die Anderen Erinnerungen festhalte, fehlt die Eigene, oder die Qualität ist nicht überzeugend. (hey, ich bin Kunstlehrer, ich darf Anspruch haben).
In echt war die Strecke wie erwartet: der Anfang glibbrig, der Rest passte. Nell war gut unterwegs, sie hat definitiv Spass daran, tot macht sie sich aber nicht mehr dafür, das Feuer von früher bringt sie definitiv nicht auf die Strecke. Aber das ist okay. Ich freue mich, mit ihr gemeinsam auch diese Wettkämpfe zu fahren. Und so kamen sie und ich in recht langsamen 5:49min ins Ziel. Uwe und Boom waren wieder straff unterwegs und erreichten mit 5:17min eine für diese Strecke wirklich tolle Zeit, zwischen all den Hounds/Greyster in dieser Range.
Schauen wir mal, was der Tag morgen bringt.
Ergebnisse:
🥇 Uwe&Boom: Bundessieger DS-K (AKSeniorenM)
9. Platz - Andrea&Nell: BJ-K (AKAktiveW)
07. März 2026
4. SGSV Meisterschaft Canicross
Letzten Samstag fand die SGSV Verbandsmeisterschaft im CC, DS, BJ statt, bei der wir in verschiedenen Disziplinen an den Start gingen: Uwe startete mit Boom im Dogscooter sowie mit Nell im Bikejöring. Auch ich war mit Nell im Bikejöring auf der Kurzstrecke vertreten. Sven ging gemeinsam mit Boom im Canicross an den Start.
Den Abschluss bildete der Mannschaftswettbewerb, bei dem in einer staffelähnlichen Reihenfolge zunächst der Canicross-Läufer, anschließend der Scooterfahrer und zum Schluss der Bikejöring-Fahrer, samt den zugehörigen Hunden natürlich, startet.
Ergebnisse:
🥈 Uwe&Boom: Vizemeister Dogscooter mit 1sec Rückstand auf Maik (DS-K1950m, 4:10min, AK50m)
🥇 Uwe&Nell: SGSV-Meister Bikejöring (BJ-K1950m, 4:08min, AK50m)
🥇 Andrea&Nell: SGSV-Meister Bikejöring (BJ-K1950m, 4:27min, AK35w)
🥈Sven&Boom: Vizemeister Canicross (CC-K1950m, 5:57min, AK50m)
🥈Mannschaft „Belgian Power“ Maik mit Qju (CC), Uwe und Boom (DS), Andrea&Nell (BJ)
Ein ganz besonderer Dank geht an alle Beteiligten: an alle Teams mit ihren großartigen Hunden, die vielen Gespräche, das abendliche Beisammensein und den wertvollen Erfahrungsaustausch. Wir genießen diese gemeinsame Zeit mit Gleichgesinnten sehr. Ebenso danken wir dem HSV Welzow für die grandiose Strecke, deren Küche, die hervorragende Organisation, den Richtern für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Es war einfach rundum gelungen.
Wir sind noch bis Sonntag geblieben und haben den Morgen genutzt, um mit allen, die ebenfalls noch vor Ort waren, eine gemeinsame Trainingseinheit auf der Kurzstrecke zu absolvieren. Solche Veranstaltungen zeigen immer wieder, wie viel Freude dieser Sport und das gemeinsame Miteinander bereiten kann. Und wie so oft gilt: Wenn man nach Hause fährt, bleibt immer ein kleines bisschen Wehmut zurück.
04. März 2026
Entscheidungen.
Manchmal sind sie lästig.
Manchmal sind sie leise.
Manchmal längst überfällig.
Ich bin zum Jahresende aus dem Club für britische Hütehunde ausgetreten. Das hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich dort mehrfach, insbesondere zu zuchtrelevanten Fragen, per E-Mail angefragt und bis heute keinerlei Rückmeldung erhalten. Für mich gehört ein respektvoller, fachlicher Austausch jedoch zu einer funktionierenden Vereinsstruktur dazu. Zum anderen habe ich in den letzten, vielen Monaten zunehmend gemerkt, wie schwierig sich die Zusammenarbeit mit Deckrüdenbesitzern gestaltet:
Es werden Rüden ausschließlich medienwirksam unter bekannten Zwingern vergeben.
Es werden Vertragsbedingungen mit den zukünftig Welpenbesitzern erwartet, die in der heutigen Zeit kaum realisierbar sind.
Der eigene Rüde wird zur heiligen, goldenen Kuh erklärt und avanciert zum wichtigsten Part der Wurfplanung. Die Hündin? Meine Hündin? Egal.
Und irgendwo in ihrer fünfundzwanzigsten Generation der Ahnentafel findet sich garantiert immer etwas, das nicht passt.
Es werden Vertragsbedingungen mit den zukünftig Welpenbesitzern erwartet, die in der heutigen Zeit kaum realisierbar sind.
Der eigene Rüde wird zur heiligen, goldenen Kuh erklärt und avanciert zum wichtigsten Part der Wurfplanung. Die Hündin? Meine Hündin? Egal.
Und irgendwo in ihrer fünfundzwanzigsten Generation der Ahnentafel findet sich garantiert immer etwas, das nicht passt.
Dieser Bubble bin ich müde.
Ich schaue genau hin. Auf Wesen, Gesundheit, Linien, Gebäude.
Wir werden nun einen Weg einschlagen, der schon lange in meinem Kopf gereift ist. Einen Weg, der sich stimmig anfühlt. Einen, auf den ich mich ehrlich freue. Manchmal bedeutet eine Entscheidung, etwas hinter sich zu lassen und bewusst in eine neue Richtung zu gehen.

14. Februar 2026
Valentinsimpressionen


2. Januar 2026
Karten auf den Tisch: Funktion vor Etikett
Zucht ist für mich kein schnelles A+B=C, sondern ein Weg aus Überzeugung, Geduld und Bauchgefühl. Ich mache mir seit jeher wahnsinnig viele Gedanken, recherchiere, wäge ab, entscheide, verwerfe.
Kama hat beim CfbrH alle gesundheitlichen Untersuchungen mit Bravour bestanden. Darüber hinaus ist für mich jedoch das Gesamtpaket, das sie mitbringt, entscheidend: ein schnelles, filigranes Gebäude, enorme Grundgeschwindigkeit, Nervenstärke und, vielleicht ihr größtes Plus, ein perfekter An-/Ausschalter. Im Flyball ist Kama kein Hund, der hochdreht. Sie lässt sich spannen, wie ein Pfeil in einem Bogen und bringt auf „Go“ ihren vollen Einsatz: kontrolliert, klar und fokussiert. Sie arbeitet mit Kopf. Das kostet im Rennen vielleicht ein paar (entscheidende) Hundertstel, schenkt mir aber etwas Unbezahlbares: Sicherheit. Keine kopflose Energie, kein Risiko an der Box, kein Chaos, sondern ein Hund, der denkt, während er fliegt. (Mit der Ausnahme, alle Bälle im Zielbereich einsammeln zu wollen 😂) Genau diese Art Hund ist es, die ich charakterlich, optisch und gesundheitlich züchterisch spannend finde.
Die Suche nach einem passenden Border-Collie-Rüden hat mich lange begleitet. Zwei, drei Kandidaten standen im Raum, doch die Realität ist nicht immer einfach: Absagen, Wartelisten, Fame-Prioritäten des Gegenübers, besonders dann, wenn man als neue Zucht antritt. Andere Rüden wiederum waren mir im Typ zu wuchtig, stärker auf Hütelinie ausgelegt. Hochwertige Hunde, ohne Frage, aber nicht mein Weg. Ich suche Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit, Körperkontrolle und mentale Stabilität unter maximaler Belastung.
Und so gehört Warten zur Zucht dazu. Und manchmal öffnen sich neue Türen genau dann, wenn man bereit ist, Alte zu schließen. Für mich zeichnen sich nun neue züchterische Perspektiven ab und ein anderen Weg, den wir einschlagen werden. Wie genau dieser Weg aussehen wird, bleibt noch offen. Aber eines ist klar: Er wird großartig.
Und keine Sorge, bei den Belgiern bleibt alles beim Alten. In angemessener Zeit ist eine Wurfwiederholung mit Mogwai durchaus denkbar. Sollten sich einige ihrer Mädels weiterhin so vielversprechend entwickeln, dürfte es auch dort spannend werden. Diese Pläne liegen nicht erst seit gestern in meiner Schublade, sondern seit Jahren. Und sie sind bereit, umgesetzt zu werden.

14. Februar 2026
Valentinsimpressionen


2. Januar 2026
Karten auf den Tisch: Funktion vor Etikett
Zucht ist für mich kein schnelles A+B=C, sondern ein Weg aus Überzeugung, Geduld und Bauchgefühl. Ich mache mir seit jeher wahnsinnig viele Gedanken, recherchiere, wäge ab, entscheide, verwerfe.
Kama hat beim CfbrH alle gesundheitlichen Untersuchungen mit Bravour bestanden. Darüber hinaus ist für mich jedoch das Gesamtpaket, das sie mitbringt, entscheidend: ein schnelles, filigranes Gebäude, enorme Grundgeschwindigkeit, Nervenstärke und, vielleicht ihr größtes Plus, ein perfekter An-/Ausschalter. Im Flyball ist Kama kein Hund, der hochdreht. Sie lässt sich spannen, wie ein Pfeil in einem Bogen und bringt auf „Go“ ihren vollen Einsatz: kontrolliert, klar und fokussiert. Sie arbeitet mit Kopf. Das kostet im Rennen vielleicht ein paar (entscheidende) Hundertstel, schenkt mir aber etwas Unbezahlbares: Sicherheit. Keine kopflose Energie, kein Risiko an der Box, kein Chaos, sondern ein Hund, der denkt, während er fliegt. (Mit der Ausnahme, alle Bälle im Zielbereich einsammeln zu wollen 😂) Genau diese Art Hund ist es, die ich charakterlich, optisch und gesundheitlich züchterisch spannend finde.
Die Suche nach einem passenden Border-Collie-Rüden hat mich lange begleitet. Zwei, drei Kandidaten standen im Raum, doch die Realität ist nicht immer einfach: Absagen, Wartelisten, Fame-Prioritäten des Gegenübers, besonders dann, wenn man als neue Zucht antritt. Andere Rüden wiederum waren mir im Typ zu wuchtig, stärker auf Hütelinie ausgelegt. Hochwertige Hunde, ohne Frage, aber nicht mein Weg. Ich suche Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit, Körperkontrolle und mentale Stabilität unter maximaler Belastung.
Und so gehört Warten zur Zucht dazu. Und manchmal öffnen sich neue Türen genau dann, wenn man bereit ist, Alte zu schließen. Für mich zeichnen sich nun neue züchterische Perspektiven ab und ein anderen Weg, den wir einschlagen werden. Wie genau dieser Weg aussehen wird, bleibt noch offen. Aber eines ist klar: Er wird großartig.
Und keine Sorge, bei den Belgiern bleibt alles beim Alten. In angemessener Zeit ist eine Wurfwiederholung mit Mogwai durchaus denkbar. Sollten sich einige ihrer Mädels weiterhin so vielversprechend entwickeln, dürfte es auch dort spannend werden. Diese Pläne liegen nicht erst seit gestern in meiner Schublade, sondern seit Jahren. Und sie sind bereit, umgesetzt zu werden.



















